Adrián Tureatca
Experte für Exzellenz im Service-Erlebnis
Ich habe sehr jung angefangen. Mit 18 Jahren eröffnete ich eine kleine Nachtbar, ohne zu ahnen, dass die Gastronomie und Hospitality einmal einen grossen Teil meines Lebens prägen würden.
Am Anfang war alles Intensität. Lange Nächte. Lärm. Bewegung. Lernen, während der Service direkt vor meinen Augen stattfand. Doch es gab etwas, das mich viel tiefer faszinierte als die Bar oder das Geschäft selbst: Ich begann, die menschliche Energie zu verstehen, die in der Gastronomie steckt.
Hospitality bedeutet nicht nur Essen, Getränke oder Tische. Es geht um Menschen.
Darum, wie sich jemand innerhalb weniger Sekunden wahrgenommen fühlen kann. Wie ein Blick, ein Wort oder ein kleines Detail eine ganze Erfahrung verändern kann. Wie ein verbundenes Team die komplette Atmosphäre eines Ortes prägt.
Und ich wollte das wirklich verstehen.
Deshalb entschied ich mich, diese Welt von innen heraus zu studieren. Nicht oberflächlich und nicht durch leere Theorie. Ich wollte sie leben. Verstehen. Schritt für Schritt analysieren.
Im Laufe der Jahre durchlief ich nahezu alle operativen Bereiche eines Gastronomie- und Hospitality-Unternehmens: Service, Bar, Küche, Prep Station, Retail, Marketing, Finanzen, Training Management, Operations und Teamführung.
Doch meine Leidenschaft galt nie nur den Abläufen.
Mein Fokus lag immer auf den Menschen.
Darauf zu verstehen, wie Teams unter Druck denken. Wie Kultur entsteht. Wie man Standards vermittelt, ohne Motivation zu zerstören. Wie man Menschen stolz darauf macht, eine Uniform zu tragen. Wie aus einem einfachen Job ein Beruf wird, mit dem sich jemand identifizieren kann.
Mit der Zeit kamen Flair-Bartending-Wettbewerbe hinzu. Mehr als fünfzig nationale und internationale Wettbewerbe. Doch es ging nie nur um die Show.
Entscheidend war das, was dahinterlag.
Die Trainingsstunden, wenn niemand zusah. Die ständige Wiederholung. Die stille Disziplin. Die emotionale Kontrolle unter Druck. Die kompromisslose Suche nach Präzision und Exzellenz.
Dort verstand ich etwas, das meine Art, Teams und Projekte aufzubauen, bis heute prägt:
Exzellenz entsteht nicht allein durch Talent. Sie wird jeden einzelnen Tag trainiert.
Danach folgten Jahre voller Neueröffnungen, Schulungen und internationaler Operations. Ich war an der Entwicklung und Eröffnung von Dutzenden Restaurants weltweit beteiligt und arbeitete mit unterschiedlichsten Konzepten, Kulturen und Ansätzen im Bereich Hospitality.
Zusätzlich arbeitete ich als Dozent an renommierten Hospitality-Schulen und trat als Speaker bei Veranstaltungen, Konferenzen und Trainings rund um Gastronomie, Hospitality und Operations auf.
Und je tiefer ich die Branche von innen kennenlernte, desto klarer wurde mir eine Realität.
Die Hospitality-Branche steckt voller Talent. Voller brillanter Menschen. Voller aussergewöhnlich harter Arbeit.
Doch oft fehlen Systeme. Echte Ausbildung. Menschliche Führung. Struktur. Kultur.
Ich habe grossartige Menschen erlebt, die diese Branche nicht wegen fehlender Fähigkeiten verlassen haben, sondern weil sie nie ein Umfeld hatten, das ihnen half zu wachsen. Weil sie nie richtig gefördert wurden. Weil sie irgendwann aufhörten, sich wertgeschätzt zu fühlen.
Und ich verstand etwas Entscheidendes:
Ein Restaurant wächst niemals schneller als die Menschen, die es jeden Tag aufbauen.
Genau daraus entstand Gastro Lab.
Nicht als weitere Online-Kursplattform. Nicht als recycelte Theorie. Und nicht als leeres Marketing von Menschen, die nie einen echten Service erlebt haben.
Gastro Lab entstand aus fast zwei Jahrzehnten gelebter Hospitality-Erfahrung.
Aus langen Services. Aus chaotischen Eröffnungen. Aus echten Fehlern. Aus Teamtrainings. Und aus jahrelanger Beobachtung, wie kleine Veränderungen ein ganzes Unternehmen transformieren können.
Vor allem aber entstand es aus tiefem Respekt gegenüber den Menschen, die täglich in dieser Branche arbeiten.
Die Idee war nie einfach nur zu unterrichten.
Die Idee war, bessere Fachkräfte, bessere Teams und menschlichere Erlebnisse zu schaffen.
Dass ein Servicemitarbeiter versteht, dass er nicht einfach Teller serviert, sondern Emotionen schafft. Dass ein Bartender versteht, dass Details lange nach dem letzten Cocktail in Erinnerung bleiben. Dass ein Manager lernt zu führen, ohne sein Team emotional zu zerstören. Und dass Unternehmen verstehen, dass Mitarbeiterschulung kein Kostenpunkt ist, sondern das Fundament von allem.
Denn ich glaube noch immer zutiefst an diesen Beruf.
Ich glaube an die Schönheit eines grossartigen Services. Ich glaube an Teams, die früher kommen als alle anderen und später gehen als alle anderen. Ich glaube an Küchen, die unter Druck weiter funktionieren, während die Welt draussen schläft. Ich glaube an Menschen, die aus einer anstrengenden Schicht ein Erlebnis machen, an das sich Gäste noch Jahre später erinnern.
Und ich glaube, dass die Hospitality-Branche wieder stolz auf sich selbst sein sollte.
Das ist Gastro Lab.